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Handbuch Moderne Wundversorgung



Formen der Wundheilung


Bildrechte R.Zimmer

Primaer heilende Wunde


Folgende Bedingungen muessen erfuellt sein:


Die Wunde sollte sauber, vital und nicht aelter als 4 bis 6 Stunden sein. Die Wundraender muessen spannungsfrei aufeinanderpassen. Bei postoperativen Wunden ist dies kein Problem.  Bei Schnitt und Risswunden muessen diese Bedingungen erfuellt sein. Wenn sie nicht erfuellt ist werden die Wunden z.B. mit antiseptischen Verbaenden versorgt, bis die Schwellung zurueckgegangen und die Wunde frei von Schmutz und Bakterien ist. Dann ist der Verschluss moeglich.
Sekundaer heilende Wunde:
Sekundaerheilung findet bei Gewebsverlust statt oder wenn die Wunde aus anderen Gruenden offen- gelassen wird.


Verzoegerter Wundverschluss:


Bei postoperativen Wundheilungsstoerungen besteht die grosse Chance nach deren Behandlung (Infektion, Haematome, usw.) die saubere gereinigte Wunde zu vernaehen.


Operative Deckung der Haut oder einer chronischen Wunde


0,2 bis 0,4 mm dickes Epidermisgewebe wird mittels eines Dermatoms gewonnen und auf der zu deckenden Wunde fixiert (Naht, Klammer)

Die Haut heilt in der Regel problemlos aus. Probleme kann es bei entzuendlichen Hauterkrankungen geben (Pyoderma gangraenosum).

Die operative Deckung einer chronischen Wunde ist die beste Loesung, da die Wunde nicht mit Narben- sondern mit Muskelgewebe ausgefuellt ist.

Quellen:


Bueltemann, Daum, Sellmer, Wundfibel, 3 Auflage 2018, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
  Kerstin Protz, moderne Wundversorgung, 7.Auflage, Elsevierverlag, 2013
  Bilder Robert Zimmer