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Handbuch Moderne Wundversorgung



Arbeiten mit transparenten hydrokolloiden Verbänden (schwach nässende Wunden)

Versorgung von Meshgraftentnahmestellen












Unmittelbar nach der Operation rechnet sich die Versorgung mit einem HCV nicht. Die Wunde sezerniert so stark, daß die Verweildauer des Verbandes nach wenigen Stunden zu Ende ist. Dies läßt sich durch die kombinierte Anwendung einer Alginatkompresse und eines HCV umgehen.


Wichtig ist, daß die Größe des Verbandes richtig gewählt wird. Der Abstand zwischen Wund- und Plattenrand sollte 3 cm besser 5 cm betragen. Nach der exsudativen Wundheilungsphase (ab dem 3. post Op-Tag), reicht ein flexibler HCV.


Die Verbandswechselintervalle werden länger. Durch die Gelbildung schmerzt die Wunde nicht. Besonders beim Verbandswechsel wird frisch gebildetes Granulationsgewebe durch das Gel geschützt. Der Patient kann mit diesem Verband duschen. Auch die Kleidung ist durch den HCV geschützt.


Während der Granulations- und Epithelisierungsphase reicht ein transparenter Wundverband. Natürlich kann man auch einen flexiblen HCV anwenden.


Der Unterschied zwischen einem flexiblen und transparenten Wundverband besteht in der Aufnahmekapazität des Verbandes. Der transparente Wundverband ist dünner gegossen und kann nur 20% des Wundexsudats aufnehmen, das ein flexibler Verband aufnehmen kann. Im transparenten Verband ist auch die Zellulose nicht mit Calcium-Alginat angereichert.  


Der transparente Wundverband soll hier schützen, das heißt, die Wundexsudataufnahme ist hier zweitrangig.



14.postoperativer Tag
Die Wunde ist trocken, ein Wundverband nicht mehr nötig.



Ergebnis nach einem Jahr.
Laut Aussage des Patienten wurde die Haut durch Anwendung einer Fettcreme von ihm gut weiter gepflegt.