Besucher Online: 00000358
Counter: 39085094
Clicks: 44901427
Menü

Handbuch Moderne Wundversorgung



Flyer "Der diabetische Fuß"

Gefäßchirurgie
Flyer „Wundpflege beim diabetischen Fuß“ soll Amputationen vermeiden helfen

„Für einen Diabetiker kann eine kleine Druckstelle am Fuß eine Katastrophe auslösen“, weiß Prof. Dr. Werner Lang. „Die kleine Druckstelle kann sich in ein oder zwei Tagen so schwer entzünden, dass eine Beinamputation notwendig ist.“ Jede Woche muss der Leiter der Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Erlangen amputieren, weil Diabetiker ihre Fußpflege oft aus Unwissenheit vernachlässigen. Deshalb haben Ärzte und Pflegedienst seiner Abteilung jetzt einen kostenlosen Flyer für Pflegende, Betroffene und deren Angehörigen zur „Wundpflege beim Diabetischen Fuß“ herausgegeben. Weitere Infos unter www.uk-erlangen.de.

Der Flyer wurde mit einer Spende eines dankbaren Patienten finanziert, beim dem eine Fußamputation gerade noch vermieden werden konnte. Darauf legen die Herausgeber großen Wert.  „Derzeit sind beispielsweise über 1.000 verschiedene Wundauflagen auf dem Markt“, sagt Stationsleiter Robert Zimmer. Jedes Produkt werde in eigenen Flyern angepriesen. Diese Vielfalt verunsichere Patienten. „Das ist verständlich, denn eine infizierte Wunde muss mit einer anderen Auflage abgedeckt werden, wie eine stabile Wunde“, so Zimmer. Der neue Flyer informiert daher grundlegend über Wundauflagen-Typen, das Vorgehen bei Verbandswechsel und Inhaltsstoffe von Wundantiseptika und -therapeutika.

Jeder 10. Bundesbürger hat einen Diabetes Melitus. Tendenz steigend. Jeder sechste Diabetiker entwickelt ein gefährliches Druckgeschwür. Die Besonderheit der Pflege des diabetischen Fußes liegt in der Vielfalt der Krankheitsentstehung. Ursachen können eine schlechte Durchblutung (Angiopathie), neurologische Störungen (Neuropathie), Fehlstellungen der Knochen, Hautveränderungen und mangelndes Wissen oder Verständnis für die Erkrankung sein. Fehlende Hautpflege, falsches Schuhwerk oder Nagelpflege führen zu Druckstellen oder Verletzungen. „Diese sind Eintrittspforten für Erreger, die im schlimmsten Fall zu Amputation oder einer tödlichen Blutvergiftung führen“, warnt Prof. Lang.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Werner Lang, Tel.: 09131 / 85-32968, kristina.wolf@uk-erlangen.de





Download folgender PDF Datei:

Wundpflege beim Diabetischen Fuß

Eine Informationsschrift
für Pflegende, Betroffene und
deren Angehörige